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Objektiv- und Reichweitenrechner

Erkennt die Kamera in 15 m noch ein Gesicht? Bildwinkel aus dem Datenblatt, Auflösung und Entfernung eintragen.

Kamera

Brennweite und Sensorgröße stehen im Datenblatt (Lens / Focal Length und Image Sensor, z. B. „1/2.8" CMOS“). Aus der Brennweite lässt sich der Bildwinkel nur ungefähr berechnen: Weitwinkel-Objektive (etwa unter 4 mm) haben laut Datenblatt meist einen größeren Bildwinkel. Genauer ist der Wert Field of View aus dem Datenblatt, dafür oben auf „Bildwinkel“ umschalten.

Ziel

Die Breite brauchen Sie nur, wenn ein bestimmter Bereich ganz im Bild sein muss, z. B. eine Einfahrt.

So rechnet der Rechner

Brennweite: Der Bildwinkel wird aus Brennweite und Sensorbreite berechnet: Bildwinkel = 2 · arctan(Sensorbreite / (2 · Brennweite)). Die Sensorbreite ergibt sich aus der üblichen Zoll-Angabe (z. B. 1/2.8" ≈ 6,46 mm Diagonale) und dem Seitenverhältnis der Auflösung. Das gilt für unverzerrte Objektive; bei Weitwinkel ist der Datenblattwert genauer.

Bildbreite: In der Entfernung d ist das Bild 2 · d · tan(Bildwinkel / 2) breit. Die Pixel der Auflösung verteilen sich auf diese Breite, daraus ergibt sich die Pixeldichte in Pixel pro Meter (px/m).

Stufe nach EN 62676-4mindestensbedeutet
Detektieren25 px/mMan sieht, dass eine Person im Bild ist.
Beobachten62 px/mMerkmale wie Kleidung und Bewegung sind zu erkennen.
Erkennen125 px/mEine bekannte Person lässt sich wiedererkennen.
Identifizieren250 px/mEine fremde Person lässt sich eindeutig identifizieren.

Nicht berücksichtigt: Verzeichnung am Bildrand (vor allem bei Weitwinkel), Licht und IR-Reichweite in der Nacht, Bildrate, Kompression, Fokus und Montagehöhe. Die Werte gelten für den Idealfall in Bildmitte. Steht im Datenblatt eine DORI-Tabelle, gilt diese.

Quelle: EN 62676-4 (Videoüberwachungsanlagen, Anwendungsregeln).