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PoE-Rechner

Schafft der Switch alle Kameras? Geräte und Switch-Ports eintragen. Geprüft werden Ports, Leistungsbudget, PoE-Standard und Leistung je Port – jeweils getrennt.

Geräte

Leistung immer als Maximalwert laut Datenblatt eintragen (Angabe „Power consumption max.“), nicht den typischen Wert.

PoE-Switch

Ports mit unterschiedlicher Leistung (z. B. 4 × PoE++ und 20 × PoE+) als eigene Zeilen eintragen.

So rechnet der Rechner

Leistung am Gerät und am Switch: Auf dem Kabel geht Leistung verloren. Die Norm legt daher zwei Werte fest: was der Switch-Port mindestens abgibt (PSE) und was am Gerät höchstens ankommt (PD). Der Rechner rechnet die Geräteleistung auf den Switch-Ausgang hoch, mit dem Verhältnis der passenden Leistungsklasse (Kabel bis 100 m, ungünstigster Fall).

StandardKlassenam Switch-Portam Gerät
IEEE 802.3af (PoE, Typ 1)0–315,4 W12,95 W
IEEE 802.3at (PoE+, Typ 2)430 W25,5 W
IEEE 802.3bt Typ 3 (PoE++)5–645 / 60 W40 / 51 W
IEEE 802.3bt Typ 4 (PoE++)7–875 / 90 W62 / 71,3 W

Vier getrennte Prüfungen: Ports (genug passende Anschlüsse), Budget (Summe am Switch-Ausgang plus Reserve), Standard (jeder Port kann den geforderten Standard) und Leistung je Port. Grün gibt es nur, wenn alle vier bestanden sind.

Ports: Jedes Gerät bekommt den schwächsten Port, der reicht. So bleiben starke Ports für PTZ, Thermal oder ANPR frei.

Nicht berücksichtigt: passives PoE (z. B. 24 V ohne Erkennung) und herstellereigene Verfahren außerhalb der IEEE-Norm. Manche Switches reservieren je Port die volle Klassenleistung statt des tatsächlichen Verbrauchs – dann ist das nutzbare Budget kleiner. Im Datenblatt des Switches nachsehen.

Quellen: IEEE 802.3 (Clause 33 und 145, 802.3bt), Ethernet Alliance PoE-Klassen.