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WireGuard VPN auf dem Ruijie-Gateway einrichten

5 Min. Lesezeit 11 Abschnitte mit Bildern Aktualisiert am 29. Oktober 2026

Inhalt
  1. Voraussetzungen
  2. Unterstützte Modelle
  3. Schritt 1: Server einrichten
  4. Schritt 2: Client anlegen
  5. Schritt 3 (optional): zweites Gateway als Client
  6. Schritt 4: Verbindung prüfen
  7. Einrichtung in Ruijie Cloud
  8. Praxisbeispiel
  9. Häufige Fehler
  10. Sicherheitshinweise
  11. Weiterführende Informationen

WireGuard ist ein schnelles, schlankes VPN. Mit einem Reyee-Gateway als WireGuard-Server greifen Sie per Smartphone oder Laptop sicher auf das Netz am Standort zu – etwa auf NVR und Kameras – ohne einzelne Ports im Internet zu öffnen.

Schema: WireGuard-Fernzugriff auf das Firmennetz
Schema: WireGuard-Fernzugriff auf das Firmennetz

Voraussetzungen

  • Gateway mit ReyeeOS 2.340 oder neuer (laut Ruijie Mindestversion für WireGuard)
  • Öffentliche IP-Adresse am Gateway oder eine Domain, die darauf zeigt. Ohne öffentliche IP kommt kein Tunnel zustande.
  • WireGuard-App auf dem Client (Smartphone, Laptop) oder ein zweites Gateway als Gegenstelle

Unterstützte Modelle

Reyee-Gateways der Serie RG-EG ab ReyeeOS 2.340, z. B. RG-EG105G-P-V3, RG-EG210G-P-V3 und RG-EG305GH-P-E. Prüfen Sie die Firmware-Version unter System > Upgrade.

Schritt 1: Server einrichten

  1. Öffnen Sie One-Device > Gateway > Config > VPN > Wireguard > WireGuard VPN Server.
  2. Klicken Sie neben Policy List auf Add, vergeben Sie einen Policy Name und schalten Sie Status ein.
  3. Server IP: öffentliche IP oder Domain des Gateways.
  4. Port: Standard ist UDP 51820.
  5. Public Key / Private Key: werden automatisch erzeugt. Mit dem Aktualisieren-Symbol erzeugen Sie bei Bedarf ein neues Schlüsselpaar.
  6. Interface IP: Tunnel-Adresse des Servers, z. B. 10.10.0.1.
  7. DNS Server: nur nötig, wenn als Server IP eine Domain eingetragen ist.

Schritt 2: Client anlegen

  1. Klicken Sie im Bereich Client auf Add.
  2. Username: eindeutiger Name, z. B. „Handy-Techniker“.
  3. Interface IP: Tunnel-Adresse des Clients, z. B. 10.10.0.2.
  4. Accessible IP Range: Interface IP only – nur der Client selbst; oder Custom, um zusätzlich Netze hinter dem Client zuzulassen (für Standort-Verbindungen).
  5. Pre-Shared Key: optional, erhöht die Sicherheit; muss auf beiden Seiten gleich sein.
  6. Download Config File lädt die fertige Client-Konfiguration herunter. Nach dem Speichern wird zusätzlich ein QR-Code angezeigt, den Sie mit der WireGuard-App scannen.
  7. Klicken Sie auf OK.

Laut Ruijie sollen sich mehrere Clients nie eine Konfigurationsdatei teilen – legen Sie für jedes Gerät einen eigenen Client an.

Schritt 3 (optional): zweites Gateway als Client

  1. Am entfernten Gateway: One-Device > Gateway > Config > VPN > Wireguard > WireGuard VPN Client, Add, Policy Name, Status an.
  2. Configuration Mode: File und die Datei vom Server auswählen – oder Manual und alle Werte eintragen.
  3. Accessible IP Range: All (gesamter IPv4-Verkehr durch den Tunnel) oder Custom (nur das LAN des Servers, z. B. 192.168.110.0/24).
  4. Bound Interface: bei mehreren WAN-Leitungen laut Ruijie auf Auto lassen.
  5. Unter Advanced Settings ggf. Pre-Shared Key und Heartbeat Interval setzen und mit OK speichern.

Schritt 4: Verbindung prüfen

  • Server: Spalte Active Clients zeigt verbundene Clients. Online Time ist der Zeitpunkt des letzten erfolgreichen Handshakes.
  • Client-Gateway: In der Policy-Liste erscheinen Upload- und Download-Rate.

Einrichtung in Ruijie Cloud

  1. Öffnen Sie im Projekt Device Config > Gateway > VPN und wählen Sie oben bei Select the device das Gateway.
  2. Klicken Sie im Reiter VPN auf Add Policy. Schalten Sie Status ein und vergeben Sie einen Name.
  3. Wählen Sie als Purpose WireGuard VPN und als Role Headquarters (Server).
  4. Unter Local Device Configuration tragen Sie Server Address (öffentliche IP oder Domain), Port, Interface IP des Servers (z. B. 10.10.10.1/24) und bei Bedarf DNS Server ein. Die Schlüssel werden automatisch erzeugt.
  5. Mit Add Client legen Sie jeden Client an: Name, Interface IP (z. B. 10.10.10.2), Client Subnet (All oder Designated IP range), optional Pre-Shared Key. Unter Server Subnet tragen Sie das Netz ein, das der Client erreichen soll (z. B. 192.168.1.0/24); weitere Netze mit dem Plus-Symbol.
  6. Mit Download laden Sie die Konfigurationsdatei, alternativ scannen Sie den QR-Code mit der WireGuard-App. Klicken Sie auf Add und speichern Sie die Policy.
  7. Die Liste zeigt danach Connection Status, Purpose, Config Status und VPN Mode/Role. Verbundene Clients sehen Sie im Reiter VPN Online User.
Ruijie Cloud: Device Config > Gateway > VPN
Ruijie Cloud: Device Config > Gateway > VPN
Add Policy: Purpose WireGuard VPN, Role Headquarters, Server-Adresse, Port und Interface IP (Beispielwerte)
Add Policy: Purpose WireGuard VPN, Role Headquarters, Server-Adresse, Port und Interface IP (Beispielwerte)
Add Client: Interface IP des Clients, Client Subnet, Server Subnet, Download der Konfiguration (QR-Code unkenntlich gemacht)
Add Client: Interface IP des Clients, Client Subnet, Server Subnet, Download der Konfiguration (QR-Code unkenntlich gemacht)
Policy-Liste mit Verbindungsstatus, Zweck und Rolle
Policy-Liste mit Verbindungsstatus, Zweck und Rolle

Praxisbeispiel

Gateway mit öffentlicher IP, LAN 192.168.110.0/24, NVR auf 192.168.110.20. WireGuard-Server mit Tunnel 10.10.0.1, Client „Handy-Techniker“ 10.10.0.2. Am Handy die WireGuard-App öffnen, QR-Code scannen, Tunnel einschalten und die NVR-App mit 192.168.110.20 verbinden.

Häufige Fehler

  • Kein Handshake: keine öffentliche IP (z. B. DS-Lite) oder der UDP-Port ist davor gesperrt bzw. nicht weitergeleitet. Siehe Ruijie-Gateway hinter FRITZ!Box.
  • Verbunden, aber keine Daten: siehe WireGuard verbunden, aber keine Datenübertragung.
  • Nur IPv4 im LAN: Der Zugriff auf das interne Netz unterstützt laut Ruijie nur IPv4.
  • „Invalid IP address“ / „Invalid subnet“ in Ruijie Cloud: Die Interface IP des Clients ohne Präfix eingeben (10.10.10.2, nicht 10.10.10.2/32). Unter Server Subnet je Feld ein Netz in der Form 192.168.1.0/24 eintragen – keine Tunnel-Adressen und keine durch Komma getrennte Liste; weitere Netze mit dem Plus-Symbol.
Typischer Eingabefehler: Interface IP mit /32 und mehrere Netze in einem Feld (QR-Code unkenntlich gemacht)
Typischer Eingabefehler: Interface IP mit /32 und mehrere Netze in einem Feld (QR-Code unkenntlich gemacht)

Sicherheitshinweise

  • Behandeln Sie Konfigurationsdatei und QR-Code wie ein Passwort; nicht per unverschlüsselter E-Mail weitergeben.
  • Löschen Sie Clients ausgeschiedener Mitarbeiter sofort; bei Verdacht ein neues Schlüsselpaar erzeugen.
  • Geben Sie mit Accessible IP Range nur die Netze frei, die wirklich gebraucht werden.

Weiterführende Informationen

Passende Anleitungen

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