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Was ist ein Access-Switch und wie wähle ich den richtigen?

2 Min. Lesezeit 5 Abschnitte mit Bildern Aktualisiert am 29. Oktober 2026

Inhalt
  1. Wo sitzt der Access-Switch?
  2. Worauf Sie bei der Auswahl achten
  3. Beispiel aus dem Reyee-Programm
  4. Praxisbeispiel
  5. Weiterführende Informationen

Der Access-Switch ist der Switch, an dem die Endgeräte hängen: Kameras, Access Points, PCs, Drucker und Telefone. Er ist damit die „letzte Meile“ im Firmennetz – und entscheidet mit darüber, wie stabil und sicher das Netz läuft.

Schema: Gateway, Verteiler-Switch und Access-Switches
Schema: Gateway, Verteiler-Switch und Access-Switches

Wo sitzt der Access-Switch?

In kleinen Netzen hängen die Access-Switches direkt am Gateway. In größeren Netzen verbindet ein Kern- bzw. Verteiler-Switch mehrere Access-Switches miteinander. Der Access-Switch leitet Daten anhand der MAC-Adressen gezielt weiter und kann Geräte über VLANs in getrennte Netze aufteilen.

Worauf Sie bei der Auswahl achten

  • Anzahl der Ports: genug Anschlüsse für alle Geräte – plus Reserve für Erweiterungen.
  • Geschwindigkeit: In kleinen und mittleren Firmen sind Gigabit-Ports (10/100/1000 Mbit/s) Standard. Für die Verbindung nach oben (Uplink) sind schnellere Ports sinnvoll, z. B. 10G (SFP+).
  • PoE: Für Kameras und Access Points einen PoE-Switch wählen und das PoE-Budget prüfen – siehe PoE-Switch konfigurieren.
  • Verwaltet oder nicht verwaltet: Ein nicht verwalteter Switch verbindet nur. Ein verwalteter (Managed) Switch bietet Weboberfläche bzw. Cloud-Verwaltung, VLANs, Überwachung und Schutzfunktionen. Für Firmennetze mit Kameras und WLAN empfiehlt sich ein verwalteter Switch.
  • Leistung: Entscheidend ist nicht nur die Port-Geschwindigkeit, sondern wie viele Pakete der Switch pro Sekunde verarbeiten kann (Weiterleitungsrate) und wie gut er kurze Lastspitzen puffert.
  • Sicherheit und Stabilität: z. B. DHCP Snooping (schützt vor fremden DHCP-Servern), Schleifenerkennung, VLAN-Trennung und Zugangskontrolle.
  • Priorisierung (QoS): wichtig, wenn Sprache, Video und Daten gemeinsam laufen.
  • Erweiterbarkeit: Link-Aggregation (mehrere Leitungen gebündelt) oder Stacking bei größeren Netzen.
  • Kosten: Ein Access-Switch braucht weniger Leistung als ein Kern-Switch – hier zählen vor allem Ports, PoE und Funktionen.

Beispiel aus dem Reyee-Programm

Die Switches der Serie RG-NBS3200 sind verwaltete Access-Switches mit Gigabit-Ports und 10G-Uplinks; die Modelle mit „-P“ liefern PoE. Laut Handbuch bieten sie unter anderem VLAN, PoE-Verwaltung, DHCP Snooping und Schleifenerkennung (RLDP) und lassen sich über die Weboberfläche oder Ruijie Cloud verwalten.

Praxisbeispiel

Arztpraxis mit 12 Kameras, 3 Access Points und 10 Arbeitsplätzen: ein 24-Port-PoE-Switch für Kameras und APs (PoE-Budget mit Reserve), ein zweiter Switch oder freie Ports für die Arbeitsplätze, Uplink zum Gateway. Kameras in ein eigenes VLAN, Gäste-WLAN getrennt.

Weiterführende Informationen

Passende Anleitungen

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