Was ist ein VPN und wofür brauche ich es?
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Ein VPN (Virtual Private Network) baut über das Internet einen verschlüsselten Tunnel auf. Damit greifen Sie von unterwegs sicher auf das Firmennetz zu oder verbinden zwei Standorte miteinander – so, als wären sie direkt per Kabel verbunden.

Wie funktioniert ein VPN?
Man kann sich ein VPN wie eine eigene Spur auf einer stark befahrenen Straße vorstellen: Die Daten nutzen das öffentliche Internet, sind aber in einem eigenen, abgeschirmten Tunnel unterwegs. Beide Enden verschlüsseln die Daten – wer den Verkehr unterwegs mitliest, sieht nur unlesbare Pakete.
Zwei typische Einsätze
- Fernzugriff (Remote Access): Ein Techniker oder Mitarbeiter verbindet sich mit Laptop oder Handy mit dem Firmennetz, etwa um auf Rekorder, Kameras oder Dateien zuzugreifen.
- Standortverbindung (Site-to-Site): Zwei Gateways verbinden zwei Standorte dauerhaft, zum Beispiel Zentrale und Filiale. Die Netze sehen sich gegenseitig.
VPN-Verfahren auf Reyee-Gateways
Laut Konfigurationshandbuch unterstützen Reyee-Gateways der Serie RG-EG unter anderem IPsec, L2TP, PPTP, OpenVPN und WireGuard – je nach Modell und Firmware.
- WireGuard: modern, schnell und einfach einzurichten; am Gateway ab ReyeeOS 2.340.
- OpenVPN: bewährt, sehr flexibel, funktioniert gut auch hinter NAT.
- IPsec: Standard für Standortverbindungen, auch mit Geräten anderer Hersteller.
- PPTP: Allgemeiner Hinweis: PPTP gilt heute als veraltet und unsicher und sollte für neue Anlagen nicht mehr verwendet werden.
Wann ein VPN – und wann nicht?
- Ein VPN ist der sichere Weg, um Dienste wie Rekorder, NAS oder Remote-Desktop von außen zu nutzen – statt diese per Portfreigabe offen ins Internet zu stellen. Siehe Warum Portfreigaben gefährlich sind.
- Für Kameras und Rekorder gibt es zusätzlich den P2P-Zugang über die App, der ohne Portfreigabe und ohne VPN auskommt.
- Der VPN-Server braucht in der Regel eine öffentliche IP-Adresse. Bei DS-Lite gibt es Einschränkungen, siehe Ruijie-Gateway hinter FRITZ!Box.
Ist ein VPN erlaubt?
Die Nutzung eines VPN ist an sich nicht verboten – in Österreich und der EU ist sie für Unternehmen und Privatpersonen üblich. Entscheidend ist, wofür es eingesetzt wird. In einigen Ländern ist die VPN-Nutzung gesetzlich eingeschränkt.
Häufige Fehler
- Kein Verbindungsaufbau: keine öffentliche IP am Server, Port nicht freigegeben oder falsche Zugangsdaten.
- Verbunden, aber kein Zugriff: falsche freigegebene Netze oder gleiche Adressbereiche an beiden Enden – siehe WireGuard verbunden, aber keine Datenübertragung.
Weiterführende Informationen
Passende Anleitungen
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