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Switch, Hub oder Router – was ist der Unterschied?

3 Min. Lesezeit 8 Abschnitte mit Bildern Aktualisiert am 29. Oktober 2026

Inhalt
  1. Der Hub: an alle gleichzeitig
  2. Der Switch: gezielt an den Empfänger
  3. Der Router: Weg zwischen verschiedenen Netzen
  4. Ein einfacher Vergleich
  5. Auf einen Blick
  6. So sieht das in einem Reyee-Netz aus
  7. Praxisbeispiel
  8. Weiterführende Informationen

Hub, Switch und Router verbinden Geräte im Netzwerk – sie arbeiten aber ganz unterschiedlich. Wer den Unterschied kennt, plant Netze für Kameras, WLAN und Büro richtig und findet Fehler schneller.

Schema: Hub, Switch und Router im Vergleich
Schema: Hub, Switch und Router im Vergleich

Der Hub: an alle gleichzeitig

Ein Hub ist im Grunde ein Verstärker mit mehreren Anschlüssen. Was an einem Port ankommt, gibt er verstärkt an alle anderen Ports weiter – er weiß nicht, wer der Empfänger ist. Alle Geräte teilen sich die Leitung: Während einer sendet, müssen die anderen warten. Das führt schnell zu Engpässen. Hubs sind günstig, für mittlere und größere Netze aber ungeeignet und werden heute kaum noch eingesetzt.

Der Switch: gezielt an den Empfänger

Ein Switch arbeitet auf Schicht 2 des OSI-Modells und orientiert sich an den MAC-Adressen der Geräte. Er führt eine MAC-Adresstabelle und weiß dadurch, an welchem Port welches Gerät hängt. Daten schickt er nur an den Port des Empfängers – über eine direkte, vorübergehende Verbindung zwischen den beiden Ports. Andere Geräte werden nicht gestört.

  • Mehrere Geräte können gleichzeitig senden.
  • Ein Switch kann das Netz unterteilen, etwa in VLANs, und Fehler auf einzelne Bereiche begrenzen.
  • Mit IP-Adressen und dem Weg ins Internet befasst sich ein reiner Switch nicht.

Der Router: Weg zwischen verschiedenen Netzen

Ein Router arbeitet auf Schicht 3 und orientiert sich an IP-Adressen. Er erkennt, ob ein Ziel im eigenen Netz liegt oder in einem anderen, und wählt anhand seiner Routing-Tabelle den Weg dorthin – Schritt für Schritt von Router zu Router. So verbindet er verschiedene Netze miteinander, zum Beispiel das Firmennetz mit dem Internet.

Ein einfacher Vergleich

  • Hub = Durchsage im ganzen Haus: Jeder hört alles, auch wenn nur einer gemeint ist.
  • Switch = Telefonat: Die Verbindung geht direkt zum gewünschten Gesprächspartner.
  • Router = Navigationsgerät: Er kennt die Straßen zwischen den Orten und wählt den Weg zum Ziel.

Auf einen Blick

  • Hub: keine Adressierung · alle Ports teilen sich die Leitung · nur noch selten im Einsatz
  • Switch: Schicht 2 · MAC-Adressen · gezielte Weiterleitung im lokalen Netz (LAN)
  • Router: Schicht 3 · IP-Adressen · verbindet verschiedene Netze und das Internet

So sieht das in einem Reyee-Netz aus

  • Das Gateway, z. B. RG-EG105G-P-V3, ist der Router: Es verbindet das LAN mit dem Internet, vergibt per DHCP die IP-Adressen und kann VPN, mehrere Internetleitungen und VLANs.
  • Die Switches, z. B. aus der Serie RG-NBS3200, verteilen die Daten im LAN und versorgen Kameras und Access Points über PoE mit Strom.
  • Gateways mit mehreren LAN-Ports haben zusätzlich einen kleinen Switch eingebaut – für größere Anlagen ergänzen Sie einen eigenen Switch.

Praxisbeispiel

Ein Büro mit 8 Kameras, einem Rekorder und 2 Access Points: Das Gateway hängt am Internetanschluss, dahinter ein PoE-Switch. Kameras, Rekorder und Access Points werden am Switch angeschlossen. Der Switch leitet die Kamerabilder direkt zum Rekorder, ohne die anderen Geräte zu belasten. Ins Internet – etwa für die App – geht es über das Gateway.

Weiterführende Informationen

Passende Anleitungen

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